Kap Verde, Curaçao, Jordanien, Usbekistan: Die vier Debütanten
Curaçao wird zur kleinsten Nation nach Einwohnerzahl, die sich je qualifiziert hat. Kap Verde folgt als zweitkleinste. Jordanien und Usbekistan komplettieren einen historischen Jahrgang.
V ier Nationen werden in diesem Sommer ihr allererstes WM-Spiel bestreiten. Kap Verde, Curaçao, Jordanien und Usbekistan — Debütanten aus vier verschiedenen Konföderationen, mit vier unterschiedlichen Qualifikationswegen, vier unterschiedlichen Geschichten, die an demselben Dezembernachmittag im Kennedy Center zusammenliefen.
Curaçao ist das kleinste Land. Mit knapp über 150.000 Einwohnern hat die Inselnation vor der Küste Venezuelas die Rekordbücher der Qualifikation neu geschrieben. Die CONCACAF-Kampagne war bis zur zweiten Runde unbesiegt, mit drei Siegen und drei Remis in der dritten. Curaçao landet in Gruppe E mit Deutschland, Elfenbeinküste und Ecuador — die Art von Auslosung, die einen sofortigen Schlag verlangt.
Kap Verde, die zweitkleinste Nation, die sich je qualifiziert hat, nahm einen anderen Weg. Gruppensieger in der CAF-Qualifikation, vor Kamerun, mit einem 4:0-Heimsieg über Eswatini im Oktober, der einen seit drei Jahrzehnten verfolgten Platz besiegelte. Gruppe H stellt das Land Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien gegenüber — eine Gruppe, die sich vermutlich am Torverhältnis zwischen den Plätzen zwei und vier entscheiden wird.
Jordanien und Usbekistan kamen über Asien. Jordanien wurde Zweiter in seiner AFC-Gruppe und verwies den Irak vom direkten Qualifikationsplatz — ein Schwung, der vom bemerkenswerten Lauf bis ins Finale des Asien-Cups 2023 anhält. Usbekistan ist als erste zentralasiatische Nation überhaupt bei einer WM dabei. Der Kader verbrachte das Frühjahr auf Freundschaftsreise durch Europa und sammelte die Erfahrung, die die größte Bühne des Fußballs verlangt.
Vier Nationen. Vier Premieren. Das 48-Mannschaften-Format wurde der Welt als Ausweitung um ihrer selbst willen verkauft, doch die Debütanten-Klasse ist der Teil, der genau so gelandet ist, wie die FIFA es sich erhofft hatte.