Italien zum dritten Mal raus: Bosnien siegt im Elfmeterschießen
Im Elfmeterschießen des europäischen Play-off-Finales unterlegen, wird Italien als erster ehemaliger Weltmeister drei Weltmeisterschaften in Folge verpassen.
E s ist wieder passiert. Italien — vierfacher Weltmeister, Europameister 2021 — wird nicht bei der Weltmeisterschaft sein. Zum dritten Turnier in Folge scheitert die Squadra Azzurra in der Qualifikation. Diesmal hieß der Henker Bosnien-Herzegowina, das ein 2:2 im Play-off-Finale erkämpfte und im März im Elfmeterschießen die Premieren-WM-Teilnahme klar machte.
Der Einbruch reicht zurück bis zum Herbst. Eine 1:4-Niederlage in Norwegen im Oktober verbannte Italien in die Play-offs. Von dort war das Tableau eng, aber gangbar: ein Halbfinale zu Hause, ein Endspiel auf neutralem Boden. Italien gewann das Halbfinale. Das Endspiel brachte es nicht ganz nach Hause.
Bosniens Edin Džeko, vierzig Jahre alt, wenn die WM angepfiffen wird, ist der prominente Name. Aber die breitere bosnische Mannschaft — die Sorte, die 2:2-Unentschieden erkämpft und Elfmeterschießen gewinnt — hat sie hierhergetragen. Sie reihen sich in ein Turnier ein, das ohnehin ein ungewöhnlich starkes europäisches Aufgebot hat: sechzehn UEFA-Nationen qualifiziert, mit Norwegen, Tschechien, Schweden, der Türkei und Bosnien, die nach langer Pause zur WM zurückkehren.
Für Italien sind die Fragen diesmal tiefer. Drei Turniere in Folge. Eine dritte aufeinanderfolgende Generation von Fußballern, die ohne WM-Auftritt zurücktreten wird. Und ein Verband, der mehr denn je strukturelle Antworten zu brauchen scheint, nicht taktische.